Neue Gesunde Gewohnheiten

Gewohnheiten zu ändern ist meistens eine positive Sache. Es ist jedoch irgendwie auch wie „neue Schuhe kaufen“. Anfangs möchten Sie sie am liebsten zurückgeben weil sie drücken, doch wenn sich nach ein paar Tagen herausstellt, dass sie besser sind, entscheiden Sie sich schließlich doch dafür, dass man ihnen eine Chance gibt.

Schließlich war die Entscheidung für die Schuhe doch ganz OK, Sie sind etwas Stolz, die richtige Wahl getroffen zu haben und laufen (als ob es schon immer so gewesen wäre) in den Schuhen.

Ohne die Neuen? Geht ja gar nicht!

Jetzt ist es auch bei der neuen Gewohnheit soweit, dass Sie sich gar nicht mehr vorstellen können wie es ohne sie wäre und Sie würden sich auf keinen Fall dazu hergeben, in „die alten Gewohnheiten“ zurückzufallen. Die neue Gewohnheit hat sich gebildet ohne dass Sie es bewusst gespürt haben und sie macht Ihnen Spaß, weil Sie mit ihr etwas für Ihr Wohlbefinden erreichen. Genau wie es jetzt Spaß macht in den neuen Schuhen zu laufen, weil diese jetzt gut eingelaufen sind und Sie sich darin wohlfühlen.

Also, indem Sie Durchhalten und weitermachen bis sich das neue, das unmöglich machbare, das schreckliche, so gut anfühlt, dass es Ihnen Spaß macht, können Sie Ihre Ziele erreichen. Steter Tropfen höhlt den Stein, sagt man und so kann man es mit allen Dingen, Plänen oder Zielen tun.

Mulmiges Gefühl im Bauch?

Klar stimmt es, dass sich jeder Organismus zunächst gegen Veränderungen und neues wehrt. Deswegen heißt es wohl auch „Gewohnheit“ und irgendwie scheint das wie ein Naturgesetz zu sein, dass sich jeder erst mal gegen alles Neue sträubt (zumindest aber dieses mulmige Gefühl im Bauch hat). Dieses Gefühl kennen eigentlich alle (Beispiel Prüfungen) und passiert das vor öffentlichen Auftritten, sagt man Lampenfieber dazu.

Sind Sie sich Ihrer Sache sicher, ist dieses mulmige Gefühl jedoch ungefährlich für Sie und alle Beteiligten. Im Gegenteil, Sie fühlen Stolz und Freude, dieses „Yes“ oder „Strike“ Gefühl und Sie wollen am liebsten die Faust nach unten durchziehen. TUN SIE ES. Das sind die Momente, die zum Weitermachen motivieren. Denn, haben Sie es getan und es hat funktioniert, dann wollen Sie auf jeden Fall „mehr“ davon.

Sind Sie bereit etwas dafür zu tun?

Der Fehler den die meisten Menschen machen ist der, dass sie gleich aufgegeben wenn es nicht sofort klappt. Wenn Sie die neuen Schuhe gleich am ersten Tag wegwerfen, erreichen Sie das gleiche: gar nichts. Es kann einfach nicht klappen sich etwas Neues anzugewöhnen und aus der Box der alten Gewohnheiten herauszukommen, wenn Sie nicht bereit sind etwas dafür zu tun.

Jeder, der zumindest einmal versucht hat, sich etwas abzugewöhnen, hat so seine Erfahrungen damit und egal welche der schlechten und/oder Krankmachenden Gewohnheiten derjenige loswerden wollte (Süßigkeiten, Rauchen, Alkohol), das Hauptproblem mit dem Sie sich quälen, ist die Hartnäckigkeit mit der Ihr Unterbewusstsein an diesen Gewohnheiten festhält.

Abwinken und Liegenbleiben? Oder Handeln?

Sie können jetzt den einmal gefassten Gedanken (zusammen mit ihrem inneren Schweinehund), immer wieder vor sich her schieben und sich sagen: „Ich hab doch noch Zeit“ oder „Morgen/nächste Woche fange ich an“.

Sie wissen aber genau, dass es dann nichts wird mit den neuen besseren Gewohnheiten. Sie haben Ihr Verhalten über Jahre ausdauernd verstärkt und regelmäßig wiederholt. Deshalb ist ja die Macht der Gewohnheiten so groß. Loswerden können Sie das alte Verhalten nur genauso regelmäßig, wiederholend und ausdauernd.

Von heute auf morgen bilden sich keine neuen besseren und gesünderen “Gewohnheiten”! Den Zahn können sich alle ziehen lassen. Geben Sie sich wenigstens die Chance neue Verhaltensmuster zu bilden, so wie den neuen Schuhen (und Ihren Füßen) sich einzulaufen. Nur so haben Sie überhaupt die Möglichkeit, das Neue als normalen Ablauf zu empfinden und unbewusst wirken zu lassen.

Was also hindert sie?

Auch auf diese Frage, haben Sie die Antwort bereits (Nur zugeben will es niemand). Wenn Sie im Gespräch bewusst auf diese Frage zusteuern, hören Sie bestimmt oft ausweichenden Antworten (vielleicht auch solche, die Sie selbst bereits verwendet haben).

Es wird jedem, der sich etwas intensiver mit solchen Fragen beschäftigt bewusst, dass er selbst (und nur er selbst) das größte Hindernis für die eigene Weiterentwicklung ist. Da erkannte Probleme keine Probleme mehr sind, ist das Problem doch schon gelöst und Sie können ab dem Moment

BEWUSST EINFLUSS NEHMEN!

Genau das ist Ihr Startpunkt zur ersten Etappe Ihres „Lösungs-Marathons“ und wenn Sie von vornherein akzeptieren, dass es keine Hau Ruck Aktion wird und dass Sie (je nachdem wie groß die Probleme sind), mehrere Etappen benötigen um Ihr Ziel zu erreichen, werden Sie Ihre Ziele genauso erreichen, wie Sie Ihre neuen Schuhe einlaufen. Laufen müssen Sie aber! Laufen müssen Sie selber!
Stellen Sie Ihre Gesundheit und Ihre Fitness an erste Stelle! Tun Sie es einfach! Handeln Sie und versuchen Sie wenigstens, NICHT zu den Leuten zu gehören, die ihr ganzes Leben lang „nächste Woche“ anfangen! Finden Sie Ihren Weg Ihre Ziele zu erreichen, denn:

Wer etwas nicht will, findet Gründe! Wer etwas will, findet Wege!

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