Wenn der Punkt kommt an dem nix mehr geht

„Ich kann machen was ich will, ich nehme einfach nicht mehr ab!“ Das ist ein Satz, den Sie bestimmt schon oft gehört haben und wahrscheinlich haben Sie auch schon selbst solche Erfahrungen gemacht, bzw. diesen Satz selbst schon gesagt.


Es ist ein interessantes Thema und bei der Suche nach Ursachen für diese Aussagen, sind wir über die sogenannte „Setpoint Theorie“ gestolpert. Die meisten Abnehmwilligen kennen diesen „Setpoint“/„Sollpunkt“ oder nehmen ihn zumindest unterbewusst wahr.

Personen die mit Übergewicht zu kämpfen haben, wissen was wir damit meinen und erleben es immer wieder, dass nach einer gewissen Zeit ein Punkt kommt an dem (scheinbar) nix mehr geht. Klar gibt es dafür unterschiedliche Gründe, doch herauszufinden an was es denn nun liegt, ist oft nicht einfach.
Ihr Gewicht pendelt sich immer wieder auf ein bestimmtes Niveau ein, und solange das im Bereich des Normalgewichts geschieht wird das kaum wahrgenommen.

Regeln aus der Vergangenheit

Ihr Körper hält sich an gewisse Regeln, die wahrscheinlich noch aus der Vergangenheit in uns schlummern. Auch nichts schlimmes, nur wird es dadurch schwierig, dass sich unser gesamtes Verhalten verändert hat. Je nach Situation und Masse treibt Ihr Körper sein eigenes Spiel mit Ihnen und legt sein „Idealgewicht“ selbst fest.

Um eben solche Sollpunkte geht es in der „Setpoint-Theorie“ und (im übertragenen Sinn) lässt sich sogar die Erfindung Jojoeffekt mit dieser Theorie erklären. Dieser Jojoeffekt tritt immer dann ein, wenn Sie Ihr Verhalten ändern (aus welchen Gründen auch immer), oder wenn Sie mit den gesunden Aktivitäten (Ernährungsumstellung, Training) wieder aufhören.

Anstatt Jojoeffekt könnt man also auch „Aufgebe Effekt“ sagen, dass wäre aber die Wahrheit und die hören viele nicht gern und rümpfen beleidigt die Nase. Diese „Setpoint-Theorie“ lässt sich wahrscheinlich auch sehr gut als Ausrede dafür verwenden nichts mehr zu tun, weil das ja alles keinen Zweck hat und der Körper das sowieso festlegt!

Das ist aber nicht der Sinn dieses Beitrages, denn Sie sollen nur erkennen, dass es diese Punkte gibt und dass diese Punkte nur kleine Hürden auf Ihrem Weg zu einem gesunden, schlanken Körper sind.

Alte Punkte überwinden, neue zur Gewohnheit werden lassen

Die Aussage dieser These ist relativ einfach, Ihr Körper wird alle verfügbaren Hebel in Bewegung setzen um seinen „Sollpunkt“ wieder zu erreichen, sobald die (für ihn und zu dieser Zeit) optimale Energiezufuhr unterschritten wird.

Das alles passiert natürlich wieder vollkommen unterbewusst und Sie werden sich nach dem zweiten Toast zum Frühstück, Naschattacken vor dem Fernseher oder dem letzten ausgefallenen Training fragen: warum? Jetzt zu erkennen, dass Ihr Körper den inneren Schweinehund beauftragt hat Sie zu nerven, ist ein wichtiger Schritt um diese Punkte zu überwinden.

Ihr Körper ist darum bemüht, nach Diäten, Hungerkuren oder Trainingsphasen seinen bereits festgelegten (alten) „Setpoint“ wieder zu erreichen und wenn Sie nicht dranbleiben, regelmäßig weitermachen und das neue zur Gewohnheit werden zu lassen, wird er dies auch schaffen.

Mit dem „Setpoint“ haben Sie eigentlich ein ausgezeichnetes Mittel um ein besseres, für Sie neues Gewicht, einen neuen Sollpunkt festzulegen. Nach Recherchen zu diesem Thema, denken wir schon, dass es möglich ist neue Punkte festzumachen.

Es wird seine Zeit brauchen aber Ihr Körper wird sich auch die neuen Punkte merken und sich gern daran halten, weil es ja so: viel einfacher für ihn ist. Genetisch festgelegt?

Vieles spricht für Akzeptanz neuer Sollpunkte

Im Beitrag Setpoint Theorie (Wikipedia) wird geschrieben, dass diese Punkte genetisch festgelegt sind, aber warum soll sich dieser Punkt, wenn er sich auf ein höheres Gewicht einpegeln kann, nicht wieder auf ein niedriges Gewicht setzen lassen?

Es spricht zumindest vieles dafür, dass auch Ihr Körper ein neues, gesünderes Gewicht als neuen „Setpoint“ akzeptieren wird, wenn es für eine Weile gehalten wird. Es ist eigentlich für jeden gesunden Menschen möglich im Normalgewichtsbereich zu leben und solche „Sollpunkte“ setzen sich gern auch dorthin, weil der Körper immer nach den einfachsten und sparsamsten Wegen sucht die Energie zu verwalten, zu verbrennen oder eben zu speichern.


Durch Ausdauersport und eine gesunde Ernährungsumstellung kann der „Sollpunkt“ herabgesetzt werden. Dass ist durchaus anzunehmen, lässt sich auch aus weiteren Beiträgen zu dem Thema herauslesen und nicht nur wir sind dieser Meinung.

Irgendwie klingt es ziemlich logisch, dass durch die Umstellung von Gewohnheiten, durch mehr Sport und bessere Ernährung, sich auch der Stoffwechsel umstellt und auf diesem neuen Niveau weiterarbeitet.

Wenn Sie mit Fitness und Ernährungsumstellung abnehmen, verschwinden nicht nur Krankheiten, wie zum Beispiel Bluthochdruck wieder, auch die Blutzuckerwerte normalisieren sich. Sie werden aktiver, weil Ihnen alles leichter fällt und dass sind Dinge, die auch Ihrem Körper gefallen werden.

Gute Chancen, Ihren „Setpoint“ herabzusetzen

Wenn Sie sich also gesund ernähren und ausgiebig Sport treiben, werden Sie gute Chancen haben, Ihren „Setpoint“ auf einen niedrigeren (vielleicht sogar den ursprünglichen) Wert herabzusetzen und können auch „Aufgebe Effekt“/„Jojo Effekt“ Adieu sagen.

Das alles sind eigentlich recht einfache Erkenntnisse. Fettgewebe verbraucht bspw. wenig Energie, Muskelmasse schon deutlich mehr. Bauen Sie also 5 Kilo Fett ab und dafür 5 Kilo Muskelmasse auf, wiegen Sie zwar genauso viel, aber je mehr Muskelmasse vorhanden ist (wir meinen nicht nur die Oberarme, sondern die gesamte Muskulatur), desto mehr Energie wird gleich verbraucht und gar nicht erst gespeichert.

Sie können ohne schlechtes Gewissen mehr essen (wenn Sie das überhaupt noch wollen, aber trotzdem bitte kein Fastfood) und es sieht auch bedeutend besser aus, wenn die Masse nicht mehr am Bauch oder an den Hüften hängt. Sie werden automatisch mehr abnehmen, weil Sie ja mehr verbrennen.
Abnehmen ist doch eigentlich ziemlich einfach oder?

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Steffen Beyer auf Google +