Gute Laune mit Inhaltstoffen aus Nahrungsmitteln

Im letzten Beitrag hatte ich mich bereits mit dem Herbst und der guten Laune befasst. Das mit den Herbstdepressionen ist ja auch um diese Zeit immer wieder ein Thema. Wie kann man nun dem Ganzen begegnen? Oft kann man gar nix dran drehen, irgendwie ist ein Loch, ein Tiefpunkt erreicht, woher und wieso weiss keiner so richtig.


 
Okay, das kann jetzt im Herbst, so kurz vor dem Winter an besagtem „Herbstblues“ aus dem letzten Beitrag liegen (zum Artikel), aber oft liegt es einfach an den Lebensmitteln, die wir uns „antun“. Einige Nahrungsmittel können allerdings dabei helfen, solche Stimmungen in den Griff zu bekommen.

Ist es zum Beispiel verregnet und düster da draußen vor dem Wohnzimmerfenster und mich fröstelt schon, wenn ich am Fenster im warmen Zimmer stehe, dann ist das so ein Moment, an dem ich mich am liebsten wieder unter die Zudecke verkriechen will.

Jetzt wäre es schön, wenn ich vorher (auf Vorrat) irgendwo 250 Gramm Gute Laune oder ein Pfund Glücksgefühl gekauft hätte, aber da können wir wohl lange suchen.

Gute Laune und Glücksgefühl kaufen?

Natürlich gibt es das, nur steht das nicht direkt auf den Verpackungen. Obwohl? Doch, die Werbeleute nutzen solche Ausdrücke schon, nur leider meistens auf den falschen Lebensmitteln und das Glücksgefühl, das die Werbung für Fastfood auslösen soll, ist schon ziemlich zweifelhaft.

Lässt man sich nicht von der Werbung blenden und denkt mal genauer darüber nach, ist es gar nicht mal so unrealistisch, ein paar Glücksgefühle in der Nahrung zu suchen.

Naja, okay, das Glück selbst wird wohl (zum Glück) niemand im Regal eines Discounters finden, aber Nahrungsmittel stehen schon so einige dort. Es gibt genügend Nahrungsmittel, die unsere Stimmung wieder heben können. Drogen wie Alkohol zum Beispiel kannst du getrost weglassen. Der schiebt nur die Probleme für kurze Zeit vor dir her, was manche Menschen mit Glück verwechseln.

„Tryptophan“ und „Serotonin“

Lebensmittel, die helfen können öfter gute Laune zu haben, besitzen bestimmte Inhaltsstoffe die dafür verantwortlich sind, dass es uns besser geht und die Laune allgemein wieder besser wird.

Es ist bspw. erwiesen, dass „Tryptophan“, eine essenzielle Aminosäure ist, die wir nur über die Nahrung aufnehmen können und „Tryptophan“, ist eine Vorstufe des „Gute Laune“ Hormons „Serotonin“. „Tryptophan“ kann also nur über die Nahrung aufgenommen und vom menschlichen Körper nicht hergestellt werden.

Essenziell sind viele dieser Aminosäuren, zwei Fettsäuren und die meisten Vitamine (außer Vitamin D, das wir über das Sonnenlicht selbst herstellen können).

Serotonin wiederum, beeinflusst den Schlaf,- Wachrhythmus, den Appetit und die Magen,- Darmtätigkeit. Es ist als Stimmungsaufheller und somit als wichtiger Botenstoff bekannt.

Dass besonders Menschen mit Depressionen oft an Serotonin Mangel leiden, haben etliche Studien schon gezeigt. Ein hoher Anteil an Tryptophan in der Ernährung, um wieder mehr Serotonin bilden zu können, ist also durchaus wünschenswert.

Tryptophan in Lebensmitteln

Viel Tryptophan, ist in Nüssen (besonders Walnüssen), Hülsenfrüchten, Milchprodukten oder Fisch zu finden. Wunderbar ist auch, dass die Natur gerade zu dieser Zeit genau diese Lebensmittel Erntefrisch zur Verfügung stellt.

Klar gibt es dass alles mittlerweile über das ganze Jahr, doch jetzt im Herbst und Winter können wir die Dinge besonders gut gebrauchen, oder nicht?

Scheinbar scheint mein Körper auch zu wissen, was er – wann benötigt und gibt mir unterbewusst Signale, denn wie sonst soll ich mir meinen Appetit auf solche Lebensmittel im Herbst und Winter erklären.

Zwar denke ich jetzt nicht, dass diese Dinge vom Universum für uns geplant wurden, ich bin aber der Meinung, dass wir uns durch die Anpassung an unsere Umgebung in diese Richtung entwickelt haben.

Deshalb ist es auch gut so, dass wir die passenden Lebensmittel zur passenden Stimmung und zur passenden Jahreszeit zur Verfügung haben.

Wo bekomme ich das Tryptophan?

Die Anhänger der „Schnell, Schnell“ Methoden (die nie funktionieren) können jetzt natürlich fragen: „Wo gibt es das Tryptophan Pulver/Tablette/Drink? Her damit.“

Aber auch da ist es wie überall im Leben, das eine funktioniert nicht ohne das andere oder nur im Zusammenhang mit anderem. Genauso ist es auch mit dem Tryptophan, denn um bei Serotoninproduktion helfen zu können, muss das Tryptophan erst die Blut-Hirn-Schranke überwinden, was wiederum im Zusammenhang mit Kohlenhydraten funktioniert (leider).

Da die Kakaobohne (zum Beispiel) viel Tryptophan enthält und als Schokolade eine unwiderstehliche, verführerische Verbindung mit dem Zucker eingeht (Kohlenhydrat pur), ist es verständlich, dass unser Körper regelrecht danach verlangt und solche Süßigkeiten so beliebt sind (ich krieg sogar jetzt beim schreiben Appetit darauf unglaublich).

Wenn ich mir also mit der Ernährung gute Laune verschaffen will, ist etwas („e-bissel“) Schokolade schon mal gut. Nur wenn übertrieben wird, kommen die Stimmungsschwankungen wieder. Weil dann die Waage wieder in die falsche Richtung ausschlägt.

Alternativen zu Schokolade, die auch den Effekt von Schokolade haben finden Sie auch in allen Supermärkten und (hier) ist die Tabelle im Artikel zu „Tryptophan“, mit der Lebensmittelaufstellung.
Sehr Aussagekräftig und Richtunggebend.

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Steffen Beyer auf Google +