Die gesunde Portion Egoismus! Warum nicht einmal Nein sagen?

Wenn sie etwas für sich selbst und Ihre Gesundheit erreichen wollen, dürfen Sie nicht immer nur das tun, was andere wollen oder Ihnen sagen. Auf Dauer kann das nicht gut gehen und wird Ihnen auf jeden Fall schaden. Zuerst wird dieses Verhalten Ihr Selbstwertgefühl beeinflussen und mit der Zeit auch Ihre Gesundheit.


 
Klar tun dass die meisten Menschen unbewusst und der Körper kann zusammen mit der Psyche einiges aushalten, doch all diese Einflüsse werden Sie an Grenzen bringen, die zu gesundheitlichen Problemen führen.

Vielleicht nicht gleich, aber Ihre Gesundheit wird (mit der Zeit und über Jahre gesehen) unter dem ständigen „nur für andere da sein“ leiden. Wer nicht die Kraft aufbringt das alles durchzuhalten, leidet unter Depressionen und bei einigen kommt es schließlich zu schwerwiegenden Erkrankungen wie einem Burnout.
Es kann also gar nicht so falsch sein, ab und zu mal Nein zu sagen und sich selbst in den Vordergrund zu stellen.

Immer nur helfen und funktionieren

Viele Menschen gestalten jahrelang ihr Leben auf diese Art und merken zu spät, dass einem dieses: „immer helfen“, „immer nur funktionieren“ und auch das: „im Job das Beste zu geben“ nur noch mehr Arbeit und Stress einbringt.

Gedankt wird einem das alles eher selten und brauchen Sie mal selber Hilfe (auch wenn es nur ein Umzug ist), dann ist oft niemand da, bzw. keiner der Menschen, denen Sie selbst geholfen haben hat Zeit für Sie. Plötzlich ist sich jeder selbst der nächste.

Es ist schwierig dieses „Helfersyndrom“ an sich selbst zu erkennen, solange es Ihnen gut geht und Sie erkennen es eigentlich nur, wenn Sie es selbst erlebt haben und Ihnen die Hilfe genau von denen verweigert wird, vor denen Sie immer gut dastehen wollten.

Haben Sie es erkannt, können Sie andere Wege gehen, Ihr eigenes Ding durchziehen und sich etwas Egoismus angewöhnen, der Ihrer Gesundheit zuträglich ist. Hier passt am besten ein Sprichwort von Søren Kierkegaard:
“Verstehen kann man das Leben rückwärts, leben muss man es aber vorwärts”.
Es ist auch schade um die schöne eigene Lebenszeit, die Sie mit diesem Verhalten verschwenden. So heisst es in einem anderen Spruch, diesmal von Armin Mueller-Stahl:
“Wer immer nur funktioniert, entzieht sich dem Abenteuer des Lebens”.
Und da hat er recht.

Auch auf Grund solcher Enttäuschungen, sei es nun privat, im Freundeskreis oder im Berufsleben kann sich jeder in solchen Situationen, auf den Boden der Tatsachen zurückholen, indem er sich an einen anderen Spruch erinnert.

Es ist zwar ein negativ belegtes Sprichwort, aber wenn gesagt wird: “Tu niemandem etwas Gutes, dann widerfährt Dir auch nichts Böses” stimmt das leider sehr oft. Schade ist dabei nur, dass diese Erkenntnis erst hinterher reift und Sie das nur für „das nächste mal“ abspeichern können.

Gute Dinge im richtigen Umfeld tun.

Eigentlich sollten Sie gute Dinge einfach tun, ohne ständig zu hinterfragen, „was bringt mir das.“ Tun Sie das im richtigen Umfeld, mit Menschen, die ähnlich denken, ist das auch in Ordnung und viele Dinge tut man schließlich auch einfach gern, weil sie Spaß machen.


 
Aber da Sie mit der Zeit auch Ihre „Pappenheimer“ kennen sollten sie wenigstens zu diesen Leuten mal Nein zu sagen, wenn Sie wieder mal ausgenutzt werden sollen. Das können Sie getrost als eine „Gesunde Portion Egoismus“ bezeichnen.

Den „Drang“, diesen Instinkt immer allen alles recht machen zu müssen haben fast alle und die, die ihn nicht haben sind genau diejenigen, die mit ihrer Skrupellosigkeit die anderen ausnutzen. Immer für andere da sein, ist aber auch das Gefühl, gebraucht zu werden und dass macht eben dieses „Helfersyndrom“ aus.

Tun Sie etwas Gutes, fühlen Sie sich gut, dass ist tatsächlich schön und angenehm und doch es ist eben wichtig, dabei nicht die Balance zu verlieren. Die eigenen Interessen sollten nicht auf der Strecke bleiben und der Wille zu helfen darf nicht zum Zwang werden.

Zumindest sollten Sie lernen Prioritäten zu setzen, damit das ständige Gefälligkeiten übernehmen nur um dabei zu sein und beachtet zu werden nicht zu etwas wird, dass Sie gar nicht wollten. Ein Anfang kann es schon sein, wenn Sie Schritt für Schritt mehr Dinge tun, die Ihnen Spaß machen (wirklich Spaß machen) und es auch fertigbringen zu manchen Einladungen und zu manchem Hilfeersuchen NEIN zu sagen, sogar lächelnd.

Gutes für sich selbst zu tun, ist genauso wichtig wie gutes für andere tun. Beziehen Sie Position in Ihrem Leben und in Ihrem Umfeld.

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Steffen Beyer auf Google +